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ſtand in Sünden hinübergefahren iſt, und fürchtete ihn zu ſchädigen an ſeiner ewigen Seligkeit, wenn ich meinen Eid bräche.
„Sie aber lebte einen Tag wie den andern, und wenn's anfing dunkel zu werden, ſtieg ſie hinab und ſchlich um das Herrenhaus, und betete hinter der Mauer am Grab ihres verſtorbenen Kindes und lauerte auf ihres Gatten Heimkunft und auf das Licht in ſeinem Zimmer, bis ſie ihn in der Dunkelheit über die Straße kommen oder ſeinen Schatten über die Fenſterſcheiben fallen ſah, oder bis ſie die garſtigen Hunde vertrieben, wenn ſie ihr gar zu laut und un⸗ geſtüm auf der Witterung waren.
„Da kam ſie eines Abends in der Dämmerung auf mich zu, und gab mir die Hand und ſprach:
„„Du gute Kathrein, wenn ich heut' Nacht nicht heim komme, ſo ſuch' mich morgen auf in meines Mannes Haus; denn ich habe mir's zurecht gelegt im Denken, daß ich viel geduldet und gelitten, und daß es gut und recht iſt, wenn ich ſein Kind in ſei⸗ nem Hauſe gebäre. Ich kann vor Sehnſucht nach ihm kaum mehr athmen, und oft, wenn ich im Gra⸗ ben an ſeiner Mauer paſſe, vergehen mir die Sinne. Das war geſtern, da finde ich Licht in meines Herrn Zimmer, und wie ich ſo mich auf den Zehen ſtrecke und die Augen aufreiße, geht das Fenſter auf und
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