hinten im Walde ſein Häuslein hat, und wenn die Mühlknechte zu Thal gefahren waren, ſo ſprach wohl keiner ein Wort von meiner Gaſtin. Denn da ſie, ſo gut es ihre Umſtände erlaubten, überall im Hauſe hülfreich und arbeitſam bei der Hand war, ſo galt ſie bei den fremd hergekommenen Knechten als was ſie ſich ausgab, als meiner Schweſter Kind; auch hatte ſie's wohl Allen angethan, daß ſie ſchweigen mußten, ſelbſt wenn ſie nicht gewollt hätten.
„Mir aber, wenn ich ihre ſchlimm verhehlte Herzensnoth gewahren mußte, mir brannte der Eid in der Seele und das Geheimniß auf den Lippen und da lief ich ein⸗ über's anderemal zum Herrn Pfarrer nach Siebenſee, zu dem ich mein Vertrauen habe, und klagte und frug ihn, ob es denn kein
Nittel gäbe, von einem ſo ſchweren Eide zu entbin⸗ den. Er aber ließ ſich nicht erweichen und ſagte, wenn es nicht gerade gegen Glauben und Gewiſſen wäre, deſſen ich mich verſchworen, ſo müßte ich es halten trotz Herzeleid und Anfechtung. Der liebe Gott werde es am Ende doch machen. Da ſchwieg ich denn und behielt's für mich, was ich leider allein wußte, denn ich getraute mir's nicht vorzuſtellen, daß ſie etwas von mir habe verlangen können, was wider Glauben oder Gewiſſen verſtoße, auch dacht' ich an meinen armen Mann, der ohne Seelſorg und Bei⸗


