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Allein die Freude wich gar bald der Angſt und Be⸗ ſorgniß, ihr gekränkter Herr möchte vor Zorn die nicht mehr kennen wollen, welche ihm einſt aus dem ehe⸗ lichen Hauſe gewichen ſei. Sobald ſie aber ſein Kind unter dem Herzen fühlte, ſeien alle Bedenken von ihr gewichen, als hätte ſie Bürgſchaft für unver⸗ brüchliche, für die alte Lieb und Treue. Den Zeit⸗ punkt, da ſie ihr leibliches Befinden verhindern würde das Theater zu betreten, betrachtete ſie als das von Oben bezeichnete Ende ihrer Weltfahrt, und nahm ſich daraufhin die Heimkehr vor. Dieſen Entſchluß und die Geſchichte ihres Künſtlerlebens hat ſie zwei⸗ mal brieflich ihrem Gatten mitgetheilt, derſelbe jedoch nie geantwortet, und ſie glaubt wohl, daß die Briefe auf der Weite des Wegs von Rußland heraus ver⸗ loren oder auch im Narrenhauſe dem Kranken vor⸗ enthalten worden. Trotzdem iſt ſie gutes Muths abgereist und angelangt. Da ſie aber ſchon die Hand an der Klinke der Gartenthür gehabt, iſt ihr's plötz⸗ lich gekommen wie Todesangſt, und vor ſtarkem Herz⸗ klopfen hat ſie nicht weiter gekonnt. Nun ſind die großen Hunde, die der Herr ſeit ſeiner Wiederkunft im Hofe hält, wie wüthend auf ſie losgefahren; es hat ſie wie Schuld gemahnt, als die treuen Wächter des eigenen Hauſes ihr, der Fremdgewordenen, den Eingang nicht geſtatten wollten, und drum iſt ſie


