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Peregretta : ein Roman / von Hans Hopfen
Entstehung
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als ich anfing zu berichten, daß am gleichen Tage faſt mit der Wiederkunft ihres Eheherrn eine reiche, vornehme Familie aus der Stadt hier angezogen wäre, die das Haus an der Straße, gegenüber dem ihrigen, gemiethet hätte, und daß allgemein das Ge⸗ rede ginge, der Herr wollte ſich zum zweiten Male verheirathen mit dem ſchönen Fräulein, welches Na⸗ talie von Püren heiße; und wie ſie nun gerade glück⸗ lich gekommen ſei, um Unglück, ja Verbrechen zu verhüten, da ſchlug ſie die Augen vom Boden auf und horchte und horchte und horchte, und dann nannte ſie den lieben Herrgott einen gerechten Richter und Vergelter und verſchwor ſich, ihm nicht in's Werk greifen zu wollen. Mir aber nahm ſie einen ſchwe⸗ ren Eid ab, bei der Seligkeit meines in Sünden verunglückten Mannes, daß ich nimmerder und keiner Menſchenſeele ihre Anweſenheit durch Wort oder Wink oder Schweigen vermelden oder bekennen wolle, ehe ſie ſich ſelber verrathen.

Ich hab' es ſeitdem jeden Tag wohl hundert⸗ mal bereut, dieß Jurament geleiſtet zu haben; aber wie ſie über mich Gewalt hat, ſo durfte ſie wohl noch Aergeres und Grauſameres von mir verlangen, und ich verſprach' es unweigerlich in ihre Hände.

Noch am ſelbigen Abende ging ſie hinab in der Dunkelheit und hieß mich ihrer hier oben warten.