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nen Ausdruck lächelnden Wohlwollens an, und ſie gab mir eine kleine, weiche, weiße Hand, deren durch⸗ ſichtige Glätte das bläuliche Aderngeflecht durchſchim⸗ merte.
„Ich war bloß ſprachlos vor Verwunderung über meinen Mann,“ ſagte ſie,„vor Verwunderung über die Meiſterſchaft, mit welcher er innige Gefühle Jahre lang zu verbergen, oder, wenn ſie ſo lange geſchla⸗ fen haben, auf Einen Schlag in's volle Leben zurück⸗ zuzaubern vermag. Thut er nicht mit Ihnen wie eine Thekla Wallenſtein, die ihren zertretenen Picco⸗ lomini nach der Auferſtehung des Fleiſches geſund und ganz im Jenſeits wiederfindet? Und glauben Sie mir: in den drei Jahren unſerer Ehe hat er Ihrer nicht ein einziges Mal erwähnt. Ich habe Ihren Namen ehegeſtern zum erſten Mal vernommen. Seit⸗ dem ſprach er auch von nichts Anderem mehr. Aber ſo ſeid ihr Männer, veränderlich wie Wetter und Wind.“
Wir legten Beide einmüthig Verwahrung ein ge⸗ gen dieſe unterſchiedsloſe Verdammung unſeres Ge⸗ ſchlechts, und raſch war jede ſtörende Feſſel des Ver⸗ kehrs entfernt; bald ernſt, bald ſcherzend floß die Wechſelrede durch Vergangenheit und Gegenwart da⸗ hin.
Heinrich's Gattin nahm zwar noch immer wenig Theil am Geſpräch. Da fügte es ſich, daß unſere


