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Peregretta : ein Roman / von Hans Hopfen
Entstehung
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den Fenſtern hing eine gelungene Kopie des rem⸗ brandt'ſchen Ganymed. Hüben wie drüben befanden ſich kleine, bequeme Sophas, und vor jedem ein Mar⸗ mortiſch, auf den von der Decke eine Bronzelampe herabhing. In den Ecken ſtanden Wandſchränke mit hohen Aufſätzen, welche mit verſchiedenen Nutz⸗ und Ziergeräthen beſtellt waren; in der Mitte des Zim⸗ mers, wahrſcheinlich von wegen der Juliaßzene, zwei verlaſſene Stühle.

Der Tiſch zur Linken trug ein noch unberührtes Abendmahl; vor dem anderen, dem Spiegel gegen⸗ über, ſaß Heinrich auf einem Sopha, in ein Buch vertieft, darin er nach einer beſtimmten Stelle zu ſuchen ſchien. Ein Weib, das der T Thüre den Rücken kehrte, ſtand vor ihm. Die beiden Arme auf die Steinplatte geſtützt, ſchien ſie auf das Ergebniß ſeiner Nachforſchung zu harren. Sie trug ein weißes, fal⸗ tenreiches Nachtkleid; über der einen Schulter hing eine lange, dunkelbraune Flechte in irren Ringeln herab, welche unter einem himmelblauen Bande los⸗ geworden war, das den Kopf umſchlang.

Auf den Lärm, den der Diener anhub, warf Heinrich das Buch weg und fiel mir um den Hals. Das Weib hob das Buch allſogleich auf, legte es unter den gekreuzten Arm, und ſah ſonder Gruß und Zeichen wie eine Forſchende den lauten Freudenbe⸗