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Peregretta : ein Roman / von Hans Hopfen
Entstehung
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die Züge einer lieben Hand erkennen, denſelben uner⸗ brochen mitten auf ihren Schreibtiſch legen, und erſt⸗ indem ſie noch eine häusliche Verrichtung vornehmen, ehe ſie das Siegel löſen, ſich ſo die behagliche Unruhe einer ſicher zu befriedigenden Erwartung anthun.

Ein ähnliches Gefühl verhielt auch mich vor der Thüre meines alten Freundes. Ich ging um das ganze Anweſen herum, ich zählte die Schornſteine, die Fenſter, die Blitzableiter, ich horchte auf die ver⸗ ſchiedenen unartikulirten Laute der zahmen Hausthiere, die ſich zuweilen vernehmen ließen, ich ſah den Wind über die Bäume des befreundeten Eigenthums biegen, ich ſtierte in die Rauchwölkchen, die aus dem Innern dieſer Häuslichkeit geradeauf in den geſtirnten Nacht⸗ himmel zogen, und bei alledem ſpielte ich mit dem Gedanken, wie's wohl drinnen ausſehen möchte.

Die Thüre im Eiſengitter war noch unverſchloſ⸗ ſen. Ich trat behutſamen Schrittes über den Kies des Vorderplatzes und in's dichte, blühende Flieder⸗ gebüſch mit dem fürwitzigen Wunſche, wo möglich noch ungeſehen einen Augenblick in das famiktäre Treiben meines Jugendkumpans zu werfen.

Aus zwei Fenſtern an der linken Seite des Erdgeſchoßes fiel ein gedämpftes Licht in den Garten, die Flügel des einen waren geöffnet, lagen jedoch für ein geräuſchloſes Erreichen zu hoch. Ich ſchlich ſachte