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Peregretta : ein Roman / von Hans Hopfen
Entstehung
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heran, blieb aber bald verwundert ſtehen und horchte. Eine tiefklingende, volle Frauenſtimme, welche durch das offene Fenſter ſich vernehmen ließ, ſprach mit tadelloſem Pathos langſam und ſcharf die Worte des Dichters:

Wie? wär' es Gift, das mir mit ſchlauer Kunſt

Der Mönch bereitet, mir den Tod zu bringen,

Auf daß ihn dieſe Heirath nicht entehre,

Weil er zuvor mich Romeo'n vermählt?

So, fürcht' ich, iſt's, doch dünkt mich kann's nicht ſein Denn er ward ſtets ein frommer Mann erfunden.

Ich will nicht Raum ſo böſem Argwohn geben. Wie aber, wenn ich in die Gruft gelegt,

Erwache vor der Zeit, da Romev

Mich zu erlöſen kommt?

Und ſo ging's weiter im göttlichen Text. Ich weiß nicht mehr recht, war es in der That bloß die Wirkung des Vortrags, oder that die Aufregung, in die ich mich gebracht hatte, das Ihrige dazu? Aber mich dünkte damals, ich hätte Shakſpere mein Tag nicht treffender zur Geltung kommen hören.

Mir ſchien's, als hielt die Nacht ihren Athem an, um dem Wohllaut dieſer Stimme zu lauſchen; kein Lüftchen war zu ſpüren, kein Fliederglöckchen be⸗ wegte ſich, auch die Springbrunnen hört' ich nicht mehr, und ohne einen Hauch zu verlieren, wogten wie flüſſiges, klingendes Silber die Worte der un⸗

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