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Peregretta : ein Roman / von Hans Hopfen
Entstehung
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Beſſeres zur Hand war, ein grünes Weidengeflecht auf's muntere Haupt zu ſetzen und lateiniſche Verſe zu deklamiren, was er mit meiſterhaftem Ausdruck verſtand. 3

Bei all' dieſen abſonderlichen Gewohnheiten und Neigungen würde man irren, falls man glauben wollte, ſein äußeres Thun und Laſſen hätte ein ge⸗ nialitätſüchtiges, verrücktes Anſehen gehabt. Im Gegentheil gehörte Heinrich, was ſein perſönliches Auftreten vor der Welt anlangte, zu den gehobeltſten, ſchlichteſten Männern der Geſellſchaft. Seine Kleidung zeigte von Geſchmack und Einfachheit, ſeine Manieren von gewandter Weltläufigkeit, ſein Geſpräch von um⸗ faſſender, eindringlicher Bildung. Er haßte alles Prunken und Prahlen auf offenem Markt, alles ge⸗ fliſſentliche Veranſtalten, um geſehen zu werden; auch hielt er ſich niemals für außerordentlich begabt oder zu abſonderlichen Unternehmungen berufen. Er war empfänglich und mittheilſam, anerkennend bis zur Bewunderung, bewundernd bis zum Enthuſias⸗ mus. Die kleinen Narrheiten ſeines intimen Lebens drängten ſich nie vor die Augen der Geſammtheit; wer ihn nicht innerhalb ſeiner vier Pfähle oder im Freundeskreiſe kannte, mochte ihn für einen ganz ge⸗ wöhnlichen, erfahrungsmäßigen Menſchen halten, der für ſein gutes Geld ſich gute Tage einzukaufen wiſſe,