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einer rührenden Verehrung zugethan. Auch dem un⸗ künſtleriſchen Theile des ſchöneren Geſchlechts war er 1 nie abhold geweſen, er kannte das Schöne und wußte 8 es zu ſchätzen, obwohl er es lieber in den beweg— licheren Schichten der Geſellſchaft im näheren und nächſten ungebundenen Verkehr aufſuchte, als daß er
in den höheren Regionen, jenſeits des Kleinbürger⸗ thums und der Griſettenwelt, fernabſeufzender Be⸗ wunderung oblag. Indeſſen erinnerte ich mich keiner ernſteren Herzensneigung aus jener Zeit; er hatte es bei keiner lang ausgehalten, wie er denn überhaupt auf die Dauer lieber mit Männern als mit Frauen⸗ zimmern verkehrte.
Er war ein verläſſiger Kamerad, ein ſtets opfer⸗ bereiter Freund, und verlangte ſogar im Kreiſe ſei⸗ ner engeren Bekanntſchaft die gegenſeitige Beobach⸗ tung einer Art liebenswürdigen Zeremoniells, das auch er ſeinerſeits auf's Gewiſſenhafteſte befolgte. So hielt er auf Rechts und Links beim Spazierengehen,
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erwartete, daß bei abendlichen Zuſammenkünften ihm jeder wenigſtens Einmal einen guten Zug vortrank; er kannte keinerlei Indiskretion auch nicht im Scherz 9
oder Rauſch, und alle Freundesangelegenheiten hat⸗
ten für ihn einen familiär⸗korporativen Charakter. Er konnte ausgelaſſen luſtig ſein, blieb aber der
unausſtehlichſte Kumpan von der Welt, ſo lange
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