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und durch deren Schülerinnen würde eine neue Zeit für den Eheſtand hervorgehen. Was mich betrifft, will ich ſchon zufrieden ſein, wenn Hedwig's guter Geiſt auf unſere Tochter Ottilie forterbt, und ich hab' meiner Frau eingeſchärft, dem Kinde jetzt ein ausgiebiges Privatiſſi⸗ mum über unterſchiedliche Stadien der Eiferſucht zu leſen, die ich während des Brautſtandes wahrgenommen. Vergeſſen Sie nicht, lieber Holtei, dieſen Punkt in unſe⸗ rem Romane gebührend herauszuheben. Vielleicht nimmt ſich's manche junge Frau zu Herzen!
Nun aber wollen wir ſpeiſen,— und dann gehen wir meinen Weibern entgegen.
Tieletunke wird im Vorübergehen abgeholt.“
Vierter Tag.
Heute hatte das Schloß ein and'res Anſeh'n. Die Gegenwart einer ſolchen Hausfrau bringt neues Leben und verleiht auch ſteinernen Mauern einen unſichtbaren, dennoch nicht abzuleugnenden Schmuck.
Ich fand Hedwig unverändert, wie ich ſie in Wien und ſpäter im Circus bei Cuzent' geſehen. Man hätte auch nicht geahnet, daß ſie im Begriff ſtehe, Guoßmuttar zu werden.
Gräfin Julia, eine Dame von fünf⸗ bis ſechsund⸗ ſechzig Jahren, verſetzte mich durch ihren Anblick in meine früheſte Kinderzeit. Damals gab es noch häufig Erſcheinungen in der vornehmen Welt, die Ehrfurcht und Liebe im Greiſenalter einzuflößen vermochten.
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