Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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wart ſagen. Wir haben vier Kinder. Die älteſte Tochter, Ottilie, iſt, obwohl kaum ſiebzehn Jahre alt, ſchon ver⸗ heirathet. Meine Frau hatte viel gegen eine ſo frühe Trennung vom elterlichen Hauſe einzuwenden. Doch mein Schwiegerſohn legte die Wünſche ſeiner Gönnerin, der Gräfin Julia, in die Wagſchaale, und da war Alles geſagt. Mein junger Hahn(Guido genannt) kräht gegenwärtig noch griechiſche und lateiniſche Voca⸗ beln im Gymnaſium und hat noch einige Jahre bis zur hohen Schule. Die jüngſten Kinder, unſere Neſthäg⸗ chen: Julie und Adele, ſind bei der Mutter und ſollen heute noch die Ehre haben, Ihnen vorgeſtellt zu werden. Sie ſtaunen über den Namen Adele? Es iſt Hedwig, die darauf beſtand, daß meiner unvergeßlichen Freundin Angedenken in unſerer Familie auf dieſe Weiſe geheiliget werde. Wenn Sie einen Blick in Hedwig's Schmoll⸗ winkelchen, in ihr kleines, traulich⸗eingerichtetes Thurm⸗ und Erker⸗Stübchen werfen wollen, ſo werden Sie, neben mancherlei verſchiedenen und wunderlich gemiſch⸗ ten Abbildungen von Menſchen und Oertern,(es ſind nur ſolche, die irgendwie in einer Beziehung zu mir und meinem Schickſale ſtehen) zwei Perſonen zu Pferde finden. Die erſte dieſer Perſonen heißtAntoine und ſtreicht ihre Violine bei mäßigem Galop; die zweite, im wildeſten Laufe, ſchwingt flatternde Fahnen, mit der Unterſchrift:Adele Jartour. Hedwig hat, während unſeres Aufenthaltes in Berlin dieſe Blätter bei irgend einem Bilderhändler aus dem Staube der Vergeſſenheit gegraben und wie im Triumphe nach Hauſe gebracht.