Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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geſtern drüben an der Landſtraße begegnet. Cara memo- ria! Da, ſeh'n Sie nur.

Zwei Bären, drei Affen, eine reichgeputzte Ziege, ein galopirendes Stachelſchwein*) und ein Eſel, welcher die hölzerne, inwendig mit Eiſenblech ausgefütterte Behau⸗ ſung des beſagtenEiſenferkels zu tragen verdammt war, verſammelten Liebenau's ſchauluſtige Einwohner⸗ ſchaft in jubelndem Kreiſe um ihre unfreiwilligen Uebun⸗ gen. Als wir uns näherten, öffnete ſich der Kreis; Anton, von Alt und Jung herzlich begrüßt, redete den alten Italiener an und fragte, von wannen er ſtamme?

Aus Parma, Eccellenza! antwortete der Mann.

Anton reichte ihm einen Thaler, dann ergriff er haſtig meinen Arm und zog mich fort.

Was mag aus meinem armen Geronimo geworden ſein? murmelte er im Gehen.

Dritter Tag. Heute kommen die Meinigen, Freund Holtei. Sie ſind mit meiner Vergangenheit ein wenig vertraut wor⸗ den; ich muß Ihnen jetzt auch ein Wort von der Gegen⸗

**) Es iſt eine alte, unbegründete Sage, daß dieſes Thier(Hystrix cristata), von feindlichen anderen Thieren verfolgt, ſeine Stacheln als Waffen gegen jene ſchleudere! Wie geſagt, das iſt ein Märchen. Wahr⸗ heit aber iſt, daß ich mit einem Käſtchen wundervoll geſchnittener Feder⸗ kiele einen ſolchen zum Griffel dienenden Stachel, von meiner berühm⸗

ten Freundin, Louiſe Neumann, als Geſchenk empfangen und mit ſelbi⸗

gem dies ganze Buch, folglich auch dieſe Zeilen geſchrieben habe. . H.