Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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da traten ein Herr und eine Dame ein, außer mir die einzigen Zuſchauer. Ohne Zweifel waren es Mann und Frau. Er, ein wohl conſervirter Vierziger, oder d'rüber; die Frau, obwohl ſichtbar über die Dreißig hinaus, doch ſo jugendlich, mädchenhaft, ſchlank und zart, daß man kein anmuthigeres Weib denken konnte. Auch ſie wen⸗ deten ihren lebhafteſten Antheil dem bewundernswürdigen Werke des Herrn Faber zu. Als ich erſt entdeckt hatte, weß Geiſtes Kind dies ſchmucke Ehepaar ſei, ließ ich meinen Klagen über die Indolenz des Publicums freien Lauf. Wie ich ſprach, ſahen Beide, die ſich bisher wenig um mich bekümmert hatten, erſt ſich, dann mich fragend an, und nachdem ſie flüſternd einige Worte gewechſelt, ſagte der Mann: Gewiß, für Sie muß dieſe Sprachmaſchine doppelten Werth haben. Der Accent, in welchem er dies ſagte, verrieth meinen Landsmann. Ich fragte, ob ich die Ehre hätte, von ihm gekannt zu ſein? Wir haben Sie vor zwei Jahren in Berlin leſen hören, erwiederte er, und darauf bezog ſich meine Vorausſetzung, daß Alles, was in's Gebiet der Articulation, der Sprach⸗ und Sprechausbildung gehört, Sie beſonders intereſſiren müſſe. Uebrigens bin ich erſtaunt, Sie hier zu finden! Es iſt kaum einige Wochen her, daß ich von Ihrem Aufenthalte in einem Gebirgsdorfe las! Mein Gott, ſagte ich, ſolch' ein alter Vagabund von meiner Gattung iſt bald hier, bald dort. Die ſchöne Frau lachte und ſtieß ihren Mann mit dem Arme. Er lachte auch. Das WortVagabund ſchien ſie zu amuſiren. 1