— 269—
Künſtlerſchaft, die ſich von jeder Oſtentation fern hielt und vielleicht eben deshalb die Theilnahme der großen Menge nicht gewann. Herr Faber zählte ſo wenig Be⸗ ſucher ſeiner über alles Lob und über jede Beſchreibung erhabenen Erfindung, daß er gerechte Urſache zur Klage hatte. Die große Stadt wußte eigentlich gar Nichts von dem Wunder, welches in ihren Mauern geſchah. Ich ſelbſt würde Nichts davon erfahren haben, wäre ich nicht aufmerkſam gemacht worden durch Grillparzer. Die⸗ ſer große Dichter, der bisweilen wie ein Träumender durch's Leben geht und dem Geräuſch des Marktes oft⸗ mals gänzlich entrückt ſcheint, bewahrt doch and'’rerſeits ſo viel reine Kindlichkeit in ſeiner edlen Bruſt, daß er ſich über Alles, was ſchön, groß, erhaben, bedeutend iſt, zu freuen vermag, wie ein Kind. Er war es, der mir be⸗ fahl, zu Herrn Faber zu gehen; der mich dazu zwin⸗ gen mußte, weil ich, Robertſon's(des Luftſchiffers, ich meine des Vaters) Sprechmaſchine im Gedächtniß, kein Vertrauen dazu hatte. Und wie dankt' ich meinem„Mei⸗ ſter Franz“, daß er mich gezwungen.
Eines Tages ſtand ich wiederum vor dem kleinen, unſcheinbaren Kaſten, aus welchem wirkliche, geſprochene Worte hervorklangen, wie aus der Bruſt eines denkenden, redenden Weſens, Menſch geheißen, und verſank in auf⸗ richtige Betrübniß über die Undankbarkeit der Welt, die den Erfinder einer ſo merkwürdigen Sache Mangel leiden und verkümmern läßt, während ſie für tauſend Albern⸗ heiten Geld, Zeit und Lobſprüche zu erübrigen weiß,—


