Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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und kleinen Kindern zunächſt gewidmet, regt mich auf, wie wenn es eine Tragödie wäre. Einen guten Theil zu ſolcher Exaltation trägt freilich auch die weibliche Stimme bei, die da mit hinein redet; ſie klingt, als ob ſie einer alternden Frau angehöre, und doch iſt mir noch keines ſchönen Mädchens oder Weibes Stimme ſo innig zu Herzen gedrungen;(Hedwig's immer aus⸗ genommen, wie ſich von ſelbſt verſteht.) Ich muß dieſe Stimme wieder hören und muß die Frau kennen lernen, die mit wenig ſchlichten Tönen ſo viel Wirkung auf mich hervorbringt. Wahrſcheinlich wird es Madame Dreher ſein. 1

Zu rechter Zeit beſann er ſich, daß Puppenſpieler doch unbezweifelt zu den Vagabunden gehören, und daß es ihm frei ſtehe, ſein Recht als ſolcher benützend, das Handwerk zu begrüßen. Herrn Dreher fand er nicht zu Hauſe; der Mann, deſſen Dialekt ſchon den Altbaiern verrieth, beſonders wenn er ſeinen Kasperle ſprach zeigte ſich auch inſoweit der Heimath getreu, daß er fleißig zu Biere ging, obgleich er keinen Krug leerte, ohne jammervoll⸗ſehnſüchtige Klagelieder zu ſtöhnen; denn das bairiſche Bier war dazumal noch nicht in's Ausland gedrungen; derFortſchritt war noch nicht ſo weit gediehen. Er klagte alſo, er ſehnte ſich, aber er trank... und blieb nicht beim Biere ſtehen.

Madame Dreher ſaß am Nähtiſch, ein Purpurgewand mit goldenen Borten zu ſchmücken, für ihren zwei Schuh langen Kriegs⸗Obriſten, den weltberühmten Herrn Holo⸗ fernes; es ſollte dieBelagerung von Bethulia aufge⸗