anzutreten und zu den Füßen der Eltern Vergebung zu ſuchen.
Wie in allen Puppenſpielen, iſt der ernſthaft gemein⸗ ten Hauptfigur auch in dieſem Stücke Kasperle als Be⸗ gleiter beigegeben; der Chorus der Romantik, der mit derben, treffenden, ironiſchen Witzworten gleichſam die Moral der Fabel explicirt. Er iſt der treue Diener; macht alle dumme Streiche des Herrn mit, obgleich er ſich und ihn verſpottend warnt; beſucht mit ihm willige Dirnen; bleibt nicht zurück, wo der Spieltiſch lockt; läßt ſich bei'm Schenken den Becher füllen und klagt nur, daß es ein ſchlechtes Haus ſei, weil man ihnen„beſoffenen Wein“ gereicht; hält ſich aber, Dank ſei es ſeiner humoriſtiſchen und dabei kerngeſunden Hannswurſten⸗Natur, ſtets über Waſſer und bewahrt auch im größten Unglück, wie er's mit dem ſcharfgetadelten, dennoch geliebten Gebieter theilt, heit're Laune genug, aus allem Jammer das Luſtige herauszufinden. Ja, Kasperle iſt es zuletzt, der den heim⸗ kehrenden, in Lumpen gehüllten Bettler bei den Eltern anmeldet, dieſe ſchonend vorbereitet und ihnen ſogar den tiefſten Grad vergangenen Elendes ſchalkhaft beſchreibt, indem er ihnen vertraut, ihr Herr Sohn ſei„auf der Inſel Sumpfus König einer wilden Völkerſchaft geweſen, die in niederen Hütten gewohnt habe und höchſt wahr⸗ ſcheinlich aus Frankreich abſtamme, weil ſämmtliche Unter⸗ thanen, wenn das Horn des Herrſchers zur Weide rief, ſtets mit oui! oui! geantwortet.“
War nun im Wiedergeben der tragiſchen Perſonen Manches mangelhaft, weil es, bei nur zwei hinter den


