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ſein Blick auf den an der Ecke eines Hauſes klebenden Anſchlagezettel, welcher die Darſtellung einer„Genovefa, Pfalzgräfin in Trier“ verkündigte. Dieſer Anblick brachte das Gefühl in ihm hervor, wie wenn man bei'm Auf⸗ räumen in irgend einem alten Kaſten irgend ein altes Spielwerk aus der Kinderzeit findet und dadurch an un⸗ zählige Begebenheiten erinnert wird, die, längſt vergeſſen und begraben, mit wehmüthigem Lächeln wieder aufſte⸗ hen, uns geiſterhaft zu begrüßen. Bei näherer Betrach⸗ tung ſah er, daß die Vorſtellung der Genovefa geſtern ſtatt gefunden. Auch war es ein Puppentheater. An der nächſten Straßenecke fand er den heutigen Zettel. Dieſer verkündigte das Schauſpiel:„Der verlorene Sohn.“ Obwohl er ſich von einem Puppenſpiele nicht viel verſprach, beſchloß er dennoch, den verlorenen Sohn zu hören. Waltete doch ein Geſchick über ihm, worin auch ſo Etwas vom verlorenen Sohne ſich entdecken ließ, wenn gleich ſehr verſchieden von dem bibliſchen Vagabun⸗ den. Bei meiner Heimkehr, ſprach er betrübt, würde Niemand ein fettes Kalb ſchlachten; Niemand in Liebenau; ſogar Tieletunke nicht.
Je geringer die Anſprüche geweſen, die Anton in das Marionetten⸗Theater des Herrn Dreher mitgebracht, deſto größer war ſein Erſtaunen, dieſelben in jeder Art übertroffen zu ſehen; nicht zu reden von dem überraſchen⸗ den Mechanismus der meiſterlich geführten Figuren, von der zierlichen Ausſtattung der kleinen Bühne, wirkte hauptſächlich die Dichtu ng ſelbſt ſo gewaltig auf unſern
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