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den ſtrafbarſten Mordbrenner, der jemals geſtäupt und gebrandmarkt worden ſei. Er ſtaunte nur, daß man ſich ſeiner nicht bemächtige, um ihn dem Feuertode, den er zwiefach verdient, zu überantworten.
Der Tag begann. Das Feuer ging zu Ende: es fand keine Nahrung mehr für ſeine Wuth.
Neunundzwanzigſtes Kapitel.
Zwiſchen den Beſitzern der Brandſtätte und Madame Simonelli waren die Streitfragen über Entſchädigung ſehr bald ausgeglichen. Madame zeigte ſich als erfah⸗ rene Weltfrau, die des Schickſals Fügungen mit Gleich⸗ muth hinnimmt. Sie hatte als Tochter, Gattin, Mut⸗ ter, ſelbſtſtändige Wittwe, immer auf Reiſen, immer in Wirkſamkeit, ſo viel und ſo vielerlei erlebt, daß Nichts mehr vermochte, ſie aus ihrem Geleiſe zu bringen. Viel⸗ leicht auch trug zu ihrer Seelenruhe der Umſtand nicht wenig bei, daß ſie ſich eine reiche Frau wußte, die bedeutendes Vermögen in auswärtigen Banken angelegt. Siee hatte, wie man ſich auszudrücken beliebt, Etwas vor
ſich gebracht. 4 Der Hauswirth wurde nach M. beſchieden, um dort vor Gericht ſeine Anſprüche geltend zu machen und deren Befriedigung zu gewärtigen, zu welcher Madame Simonelli ſich verſtand, weil ſte jeder Unterſuchung über die Entſtehung des Brandes auszuweichen wünſchte.


