Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Indem ſie ohne Weigerung für einevielleicht ſtattge⸗ habte Unvorſichtigkeit ihrer Leute einzuſtehen ſich bereit⸗ willig erklärte, vermied ſie Forſchungen, deren Reſultat ihrem Ehrgefühl unerträglich ſchien.

Pierre begab ſich zu Fuße nach der nächſten Ortſchaft, Pferde herbeizuſchaffen und noch eine Kutſche.

Nicht ſo leicht ſchien jener Zwieſpalt auszugleichen, der im Innern der Familie nachglimmte. Mutter und Tochter ſtanden im Begriff, eine große Scene aufzufüh⸗ ren. Anton ahnete wohl, daß ſeine Rolle dabei keine glorreiche werden dürfte.

Ein wunderbarer Schauplatz für dieſe Scenen! Dort die See, über welche ein klarer Herbſttag mild herauf⸗ zieht. Hier eine dampfende Brandſtatt, aus der noch immer Flammen zucken, die Suchenden zurückſchreckend, welche aus glühendem Schutt, mit Gefahr ihrer Glied⸗ maßen Dies oder Jenes noch hervorzuholen ſich bemühen.

Und am Strande, wie eine vertriebene Herrſcherin, Madame Simonelli, Gericht zu halten über eine ſchul⸗ dige Tochter, über einen unſchuldig⸗ſchuldigen Ver⸗ räther!

Laura war doch die Erſte, die redete.*

Das muß ein Ende nehmen, ſagte ſie; wir müſſen klar ſehen, Mutker.

Wos das betrifft, meine Liebe, hab' ich ſchon ſo klar geſehen, daß ich beinahe wünſchen könnte, ich wäre blind. Schämſt Du Dich nicht vor unſern Leuten?

Und warum ſollte ich, um Anderer Willen verleug⸗ nen, was ich mir ſelbſt eingeſtehen darf? Iſt mein eige⸗