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Aus dieſen Bedenklichkeiten entſtand eine für beide Theile bezeichnende Unterhaltung zwiſchen ihm und Laura, auf der Reiſe von K. nach Kurland. Man mußte dazumal noch den langen, beſchwerlichen und oft gefähr⸗ lichen Weg am Strande machen. Die plumpen Fracht⸗ wagen verſanken ſchier im Flugſande; die Vorſpann⸗ pferde arbeiteten fürchterlich. Anton war längſt zu Fuße gegangen, dem Schneckenzuge leicht einen Vorſprung abgewinnend. Eh' er ſich's verſah, hatte Laura ihn ein⸗ geholt. Die erſten Worte galten der Gegenwart, viel⸗ mehr der allernächſten Zukunft. Ein Zuſammentreffen im Nachtquartier wurde begehrt und gewährt. Dann wendete Anton ſich ſeinen Beſorgniſſen zu und theilte ihr mit, was er im Angeſicht der Mutter zu leſen glaube. Sie ſagte:
„Es iſt ihr unlieb, daß ich Dich liebe. Ich habe noch nicht mit ihr darüber geſprochen, aber ſie verbirgt! ihren Unwillen nicht. Gleichviel! Ich kann nicht anders. Seit ich von Amelot getrennt bin, hab' ich bei ihr gelebt, gleich einem vierzehnjährigen Mädchen, das aus der Penſton tritt. Das Herz hat auch ſeine Rechte. Ich habe lange genug dawider geſtritten. Nun will ich leben!“
Laura, erwiederte Anton ſehr ernſt und feierlich, in⸗ dem er ſich Mühe gab, den Amtston des guten Karich nachzuahmen, wie er denſelben ſo oft von der Liebenauer Kanzel vernommen, das iſt jetzt meine Sache. Wenn der Mann zu einem Weibe ſteht, wie ich zu Dir, dann gebietet ihm ſeine Pflicht zu handeln! Ich werde morgen


