Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

waren mitwirkende Künſtlerinnen. Da konnte weder von ſchwarz⸗, noch roth⸗bärtiger Liebe die Rede ſein. Zwar geſtattete der Zwillingsvater denn Zwillinge waren die Nachtwächterstöchter beiden Bärten, daß ſie ſich ſammt denen an ſie befeſtigten Ausländernauf Beſuch einfinden durften; doch weder Pierre, noch Jean waren Meiſter darin, während der langen Sitzungen die Fäden harmloſen Geſpräches ſpinnen zu helfen. Ihr Kauderwelſch war wilden Beſtien verſtändlich, ihrem Collegen Antoine, zur Noth auch der Madame Simo⸗ nelli. Für andere Bewohner des Landes von der Düna bis zum Rhein, bedienten ſie ſich gern der Zeichen⸗ ſprache, und für ihnen wohlgefällige Bewohnerinnen einer ganz entſchieden ausgebildeten. Weil nun aber der flickſchneidernde Nachtwächter die Eigenſchaft beſaß, in ſeiner Wohnung und als Familien⸗Vater ungleich ſchärfer zu vigiliren und ein beſonderer Stuben⸗Tag⸗ Wächter zu ſein, wie er jemals ein Stadt⸗Nacht⸗Wächter geweſen, ſo blieb dieſen Liebenden für den Austauſch pantomimiſcher Symbole nur dieheil'ge Nacht mit

blauem Sternenmantel; dieſe gewiſſenloſe Beſchützerin

ſo vieler Eltern⸗betrügender Pläne gelobte ihren Schutz deſto zuverläſſiger, weil die durch den Schneider zu bewa⸗ chenden Gefilde weit ab lagen vom fernen Gäßchen, in welchem ſeine Zwillinge zurückblieben. Es kam nur darauf an, daß Antoine in's Vertrauen gezogen wurde; daß er ſo gefällig war, einmal die Nacht⸗Inſpection der Thierwelt zu übernehmen; denn ohne Aufſicht durften Bude und Inhalt nicht verbleiben. Dazu fand er ſich