Leute und richteten die leichtere oder feſtere Verknotung ihrer Bündniſſe ſchon im voraus danach ein, ob ſie auf längeren, oder auf kürzeren Aufenthalt am Orte zu rech⸗ nen hätten.
K. war eine ſogenannte„große Station.“ Hier ent⸗ ſprachen dauernde Verhältniſſe. Beide knüpften derglei⸗ chen mit gewohnter Leichtigkeit und Uebung an. Aber beide verſahen ſich diesmal, trotz ihrer Uebung im Ge⸗ genſtande der Wahl, Sie hatten die Herzen zweier Schweſtern erobert,— Töchter eines Nachtwächters— die jedoch vom ſtrengen Vater mürriſch gehütet und beſſer bewacht, als das ſeinen Schlummerſtunden anvertraute Stadtviertel, bis dahin ziemlich vorwurfsfrei gelebt und die Huldigungen der Thier⸗Männer nur unter ſehr bür⸗ gerlichen Abſichten auf Eheſtand angenommen hatten. Ja, was noch mehr: Pierre wie Jean, Schwarz wie Roth, fühlten ſich wider Gewohnheit diesmal auch durch ernſtere Neigung gefeſſelt, ſo daß bereits von„Anlegung des Er⸗ ſparten, von Eintreten in's ſolide Leben, von Zurück⸗ ziehen aus dem Geſchäft u. ſ. w.,“ kurz von Dingen die Rede war, hinter denen die Heirath herzuziehen pflegt, wie der Finnfiſch hinter wandernden Heringen und aus ähnlichen Gründen.
Der Herr Nachtwächter befand ſich, mit höchſt ſelte⸗ nen Ausnahmen, den ganzen Tag über daheim. Er trieb die ſehr edle Flickſchneiderkunſt, die in Anbetracht ihrer oft erſchwerten Compoſitionen wohl eher unter Künſte aufgenommen zu werden Anſpruch hat, als jene Schneiderei aus dem Vollen, Ganzen. Seine Töchter


