Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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zu machen. Anton wußte doch jetzt recht gut franzöſiſch, ſprach es ſo geläufig beinahe wie deutſch; und ſprach es beſſer, als Jene, die eine fremde Sprache aus den Regeln der Schule erlernen, weil er es von lebendigen Lippen

und was für Lippen entnommen. Aber an dieſem Verſuche ſcheiterte jegliches Beſtreben. Sinn und Worte

und Form fand er für die meiſten Strophen dennoch fehlte immer Etwas, und ohne dieſes Etwas gerade wurd' es eben etwas ganz Anderes. Solche eigenſinnige, unbeſiegliche Sonderung zweier Sprachen führte unſern Freund auf mancherlei Betrachtungen über den Geiſt der Sprache im Allgemeinen. Betrachtungen, welche man ebenſo wenig bei einem Menagerie⸗Wärter ſuchen, als Goethe geahnet haben dürfte, daß ein ſolcher ſich üben, ärgern und wiederum kräftigen werde, an einem Gedichte, welches Er im Unmuth unbefriedigter Leidenſchaften einſtmals hinwarf. Aber ſo geht es:.

Der Urgeiſt ſtreut den Saamen in die Winde,

Daß manch ein Körnlein Grund wie Boden finde!

Anton hatte Niemand, dem er ſich mittheilen können. Weder Schwarz⸗, noch Rothbart, abgeſehen von der ver⸗ zeihlichen Rohheit ihres Herkommens und Berufes, wären die Menſchen geweſen, nur zu ahnen, geſchweige denn zu begreifen, wie ein Jüngling von Antons einnehmender Perſönlichkeit noch ſchmachten, zweifeln wolle, nach Vor⸗ gängen, deren er zwei erlebt. Sie verließen ſo leicht keine Stadt und kein Städtchen, ohne Bande zu ſchlin⸗ gen, die gleich anfänglich durch derbe, aber leicht lösbare Knoten gefeſtiget wurden. Doch waren ſie praktiſche