Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Paſtorjungen nur über mich fallen, ich wollte ſie zuſam⸗ menhauen ſammt ihren Ziegenhainern!

Haſt Du Schnaps getrunken? fragte Anton errö⸗ thend; heute, zum Sonntag?

Freilich hab' ich, ſonſt wär ich nicht ſo rüſtig, und meine Augen thäten nicht ſo brennen. Ein fremder Herr, der während der Kirche mit einer Kutſche in euer Dorf einfuhr, Poſtpferde vor den Wagen geſpannt, hat mir einen Groſchen zugeworfen. Nicht mehr? ſchrie ich, nachdem ich die Münze aufgeleſen, ſteckte dem geizigen Kerl die Zunge heraus, ſchickte ihm ein paar herzhafte Schimpfwörter auf den Weg nach und bin ſaufen ge⸗ gangen.

Aber Wolfgang, flüſterte Anton, da biſt Du ja wirk⸗ lich ein ſchlechter Menſch?

Das will ich ja ſein, rief Jener trotzig.Und wenn ich nur nicht immer krank wäre und nicht immer das ewige Fieber hätte, da wollt' ich ſchon noch viel ſchlechter ſein! Soll ich etwa auch nicht? Weshalb ſollt' ich's mit den Menſchen gut meinen? Sind ſie gut gegen mich? Von meiner Mutter hab' ich Nichts als Fußtritte gehabt; meine Nahrung mußt ich mir ſelbſt zuſammen⸗ betteln oder ſtehlen; und dann nahm ſtie mir fort, was mir gehörte. Der Vater trieb ſich mit Dirnen herum; ſobald ich ihn um Etwas bat, ſchlug er nach mir, gleich⸗ viel, ob mit der Fauſt oder mit einem Stück Holz. Als ſie ihn drüben aufgehenkt hatten, weil er einen Land⸗ juden todtgeſtochen und beraubt, bin ich von Thür zu Thür gekrochen und hab gebeten, ſie möchten mich auf⸗