Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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verſprechen, daß Du mir die Augen zudrücken willſt,

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nehmen, mir Brot geben; ich wollte für ſie arbeiten. Zuerſt, wenn ſie mich neugierig betrachtet, ziſchelten ſie unter einander: Das iſt ein ſchöner Junge! Wenn ſie mich aber um meine Herkunft fragten, und ich ſagte ihnen die Wahrheit, da ſchrieen ſie auf: Was? den Sohn eines Mörders in's Haus nehmen? Geh an den Galgen zu Deinem Herrn Papa! Und ſie hetzten mich mit Hunden. Damals wollt' ich gut thun; die Men⸗ ſchen wollten's nicht haben. Jetzt will ich nicht.

Du wirſt Dich aber zu Grunde richten mit Dei⸗ nem häßlichen Saufen. Du wirſt immer kränker wer⸗ den und in den ſchönſten Jugendjahren ſterben, ſagte Anton. 3

Weiß ich's nicht? antwortete der Wolfgang;be⸗ gehr' ich denn was Anderes? Auf dem Miſte werd' ich ſterben, am Feldwege, im naſſen Graben. Deſto beſſer! Wer jung ſtirbt, braucht alt nicht zu hängen, wie mein Alter. Hu ich ſeh' ihn noch baumeln! Halb war ich ohnmächtig vor Grauen, und halb war ich luſtig vor Freude, daß er mich nicht mehr prügeln würde. Schreck⸗ lich war's doch, und ich möchte nicht hängen! Blieb' ich aber am Leben, ſo käm ich in jedem Falle an den Galgen oder auf's Rad; das ſpür ich. Alſo wie geſagt: beſſer, ich ſterbe auf meine eigene Hand und durch mich allein. Das hab' ich Dir jetzt geſagt, Anton; ich hab' Dir ge⸗ ſagt, daß Du der Einzige biſt, den ich nicht haſſe, gegen den ich keine Wuth fühle. Nun mußt Du mir dafür

wenn's aus wird mit mir. Willſt Du?