Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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nehm' es mit Jedem auf. Jetzt ſollten die verfluchten

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fen. Früher, eh' ich Dich lieb hatte, war mir wohl manchmal, als ob ich's nicht aushielte. Seitdem Du Dich für mich prügeln laſſen, weiß ich doch einen Men⸗ ſchen auf der Welt, an den ich denken mag, ohne daß mich die Luſt in den Gliedern zuckt, ihm wehe zu thun oder einen Poſſen zu ſpielen. Bis dahin ſpürt' ich immer nur Haß, und das zehrt Einem förmlich am Le⸗ ben. Jetzt iſt mir manchmal zu Muthe, als ob ich auch ein Gefühl haben könnte, wie andere Leute. Und vor⸗ hin, wo Du hier lagſt und ſchliefſt und ich mich über Dich bog und ſah Dich im Schlafe mit den Lippen zuk⸗

ken, als wollteſt Du lachen, da war mir eben, wie wenn

ich weinen müßte. Aber es war mir gut dabei. So weich und gut, inwendig, verſtehſt Du mich, um's Herz

herum; ſiehſt Du, hier auf der Stelle.

Bei dieſen Worten riß der Landſtreicher ſein grobes, ſackleinenes Hemd von der ſonnverbrannten Bruſt und zeigte dem ſtaunenden Anton jenen Fleck, wo man des Herzens ſtürmiſchen Schlag wild gegen die Bruſt pochen ſah, daß ſie hoch empor bebte.

Du mußt krank ſein, Wolfgang, rief Anton mitleidig aus; ſo wüthend hammert keines geſunden Menſchen Pulsſchlag.

Den Teufel, mag ich nicht krank ſein? Freilich bin ich krank. Ich komme aus dem Fieber gar nicht heraus. 1 Aber wenn ich einen tüchtigen Schluck ſcharfen Korn⸗ branntewein hinuntergießen kann, wird mir gleich wie⸗ der beſſer; dann bin ich ſtark wie der Geſündeſte und