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Wer ihn geſehen hätte, den guten Anton, als er beim erſten Schimmer des Tages von ſeinem ſchlafloſen Nacht⸗ lager emporſprang und kaum angekleidet das Weite ſuchte, der würde wahrlich in ihm den heiteren, fröhlichen Knaben von geſtern kaum wieder erkannt haben. Die Geſchichte von ſeiner Geburt und von dem geheimniß⸗ vollen Ende ſeiner Mutter ſchien ihn völlig umzuwan⸗ deln. Auf ſeinem ſonſt ſo freundlichen Angeſicht lag ein Ausdruck von Zorn und Wuth, wie man nur bei recht verwilderten, bösartigen Menſchen wahrzunehmen pflegt. Im Herzen des kräftigen Jungen kämpften ſichtbar hef⸗ tige Entſchlüſſe, deren Widerſtreit ſich bisweilen in tief ausgeſtoßenen Seufzern oder in einzelnen abgeriſſenen Worten kund gab. Seine Hände waren krampfhaft zu⸗ ſammengeballt. Von Zeit zu Zeit ſtreckt' er ſie drohend gen Himmel. Als er, heftigen Schrittes, den ſogenannten „Fuchswinkel“ erreicht, einen düſteren, unzugänglichen Platz im großen Walde, warf er ſich, wie wenn er jetzt erſt ſicher vor jeder Begegnung mit einem menſchlichen Weſen und ſeinem Grame nun erſt ungeſtört überlaſſen ſei, laut heulend zu Boden und begann das bunte Waldmoos um ſeine Lagerſtätte her auszurupfen und zu zerſtören. Eine ganze Nacht hindurch hatte er ſeinem Schmerze Gewalt angethan und ſich männlich beherrſcht, um die Großmutter nicht zu beunruhigen. Jetzt wußt er ſich jeder Feſſel entbunden und durfte ſich austoben. Raſende Flüche, gegen Jenen gerichtet, der ihm das Daſein gegeben, ſchäumten von Anton's Munde. Eine
Vermünſchung drängte die andere. Rache, Rache für


