Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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keit, von dieſem Abend an zu rechnen, Nichts mehr wahr⸗ nehmen konnte, was meinen Argwohn erneuert hätte. Im Herbſt war ich vollkommen beruhiget; um ſo mehr, weil die Huſaren ſchon wieder in andere Garniſon gerückt waren. So, daß ich mich entſchloß, wieder einmal die Neudorfer Muhme heimzuſuchen; ich hatte das nicht ge⸗ than, ſeitdem mir der Wag über die Brücke durch den Cornet im Bildhauerhäuschen verdorben ward. Nun denke Dir meine Verwunderung, Anton, wie ich nach dem Häuschen ſuche und forſche und find' es nicht mehr? ſondern an ſeiner Statt entdeck' ich ein neues, größeres, von Mauerziegeln feſt errichtet, mit Schieferplatten ein⸗ gedeckt; das war über Sommer emporgewachſen. Und wo hatte der hungrige Bildhauer das Geld dazu herge⸗ nommen? Du meinſt, dies wär' ſeine Sache geweſen, und hätt' ich Nichts danach zu fragen gehabt. Gewiſ⸗ ſermaßen wohl. Doch aber uen ſich in meinem Herzen eine drohende Stimme, die mir den Beſuch bei der Neudorfer Muhme wieder leid machte. Ich drehte auf dem Flecke um, ging nach Hauſe. Mir war, als wenn ein böſer Geiſt mir zuraunte: Das Haus iſt auf Deiner Tochter Schande gebaut! Zittre nicht, armer Junge, bald kommt's noch ſchlimmer! Und wie ein böſer Geiſt keinmal allein bleibt, trat alſogleich ein zwei⸗ ter an mich heran: die Frau Thorſchreiberin nämlich; das war ein ſchlimmes Weib, Gott mög ihr ewige Ruhe vergönnen. Die fing zu ſchnattern an, wie es ihr Brauch, redete vom Hundertſten in's Tauſendſte, von der Schule, von meinem kleinen Garnhandel, von der Muſik, von

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