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Protocollführer, deſſen Feder kaum folgen konnte, vom Schreiben ermüdet; Caroline lag in Haß und Liebe, in Zorn und Wehmuth, in Abſcheu und Mitleid getheilt, einer Sterbenden gleich auf dem Divan... Er ſtand feſt, aufrecht, ohne die geringſte Erſchöp⸗ fung; ſeine Stimme klang wohllautend und klar, ſeine Worte waren gewählt, ſein Benehmen blieb verbindlich, und als man zu verſtehen gab: er müſſe nun in ſichere Haft gebracht werden, wie es einem co ſchweren Criminalverbrecher gebühre und ſeine Ablieferung an das höhere Gericht könne erſt morgen mit Tagesanbruch erfolgen, da ſagte er:„Ihre An⸗ ordnung, Herr Rath, trifft mit meiner Bitte zuſam⸗ men; ich wünſche ſelbſt nicht, meine letzte Nacht in Schwarzwaldau in dieſem Schloſſe zuzubringen. Die Räume, worin Caroline mit— ihrem Kinde walten
wird, ſollten nicht entweiht werden durch das Ge⸗
klirr meiner Ketten. Wir haben hier im Dorfe einen hübſchen, feſten Gefängnißthurm; ich ſelbſt habe ihn, ‚um einem längſt gefühlten Bedürfniß abzuhelfen,“ vor einigen Jahren errichten laſſen. Meine Frau befand ſich zum Beſuche hier, da er eingeweiht wurde und ſeinen Namen empfing. Emil hieß auch der erſte Inſaſſe des freundlichen Stübchens; ‚Storchſchna⸗ bele wurde der ganze Kerker nach Jenem getauft.


