Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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V

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haſt. Beſtätige ihm, daß, wie Du den Schlüſſel auf Deinem Herzen, Du die Gewalt im Herzen trägſt, mich loszureißen von jener Welt des leeren Schei⸗ nes, und mich heimzuführen in den Tempel der Na⸗ tur. Sag' ihm, Du willſt die Gattin des jungen Grafen auf Eichenau werden, damit der alte Graf nie bereuen dürfe, daß er den Sohn zum Herrn gemacht, bei Lebzeiten des Vaters. Mit Dir, Ma⸗ thilde, Jugend, Freude, Thätigkeit, Menſchenglück, Liebe! Ohne Dich Zweifel, Ueberdruß, Unmuth und keine Jugend mehr! Vater, willſt Du Dich von uns wenden?

Der alte Graf ermannte ſich und mit wahr⸗ haft vornehmer Milde ſprach er zu Mathilden:

Zieh hin und ſei glücklich! Ich gebe die Braut für den Sohn; ich habe meinen Hermann wieder und dieſe Herrſchaft bleibt, was ſie war. Wollt Ihr mich denn aber auch manchmal im Waldſchlößchen beſuchen?

Das iſt ein entſchiedener Fortſchritt, wie mich dünkt! vertraute Schmalkow ſeiner Frau Johanna. Dieſe erwiederte:Mich dauert einwenig der alte Herr; es kam ihm nicht gar zu leicht an. Doch Baron Hanns meinte:Was da, was dort; wo Holz gehackt wird, da fallen Späne!