Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Und Mathilde fragte ihn ſchneidend kalt: Graf Eichengrün, mit welchem Rechte erkühnen Sie ſich, daran zu zweifeln?

An Ihrer Mutter wär' es, meinen Vater eines Beſſern zu belehren, fuhr Hermann fort.Da ſie ſchweigt, muß ich reden; muß Rechte geltend machen, die ich an Sie habe..

Du? was ſoll das heißen?

Rechte, die auf unſere erſten Gefühle, auf die heiligſten zurückreichen! Oder ſollte Baronin Stjern⸗ holm nicht mehr wiſſen, daß ich es war, vor dem ſie einſt ihre Tochter flüchtete? ſollte ſie nicht ahnen, daß dieſe Tochter es war, deren Bild mich unbewußt umſchwebte, als ich ſpäter....

Graf Hermann!

Mit einem Worte, Vater, Mathilde war meine erſte Liebe, meine einzige. Jene Zeit iſt der Lichtpunkt meines Lebens geblieben. Ich war verkommen, gealtert, untergegangen in leerer Selbſtſucht, in matten Zweifeln an Gott und Welt. Ich hatte mich verloren, und Euch, und meines Daſeins Zweck, meines Berufes Pflichten. Ich bin erwacht, bin wieder bei Bewußt⸗ ſein, ich weiß, was ich ſoll, was ich will..... 4

Halt ein, ſprach der Vater.Mathilde, Ihre Mutter hat mir anvertraut, daß Sie eine unglück⸗