Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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und dieſes Mädchen zwiefach! Mathilde, Sie machen ſich elend, ohne ihn zu beglücken. Können Sie Groll und Rache ſo weit treiben, eines alten Mannes Ge⸗ malin werden zu wollen...

Alten Mannes! Alten Mannes! Seit Deiner Anweſenheit, Graf Hermann, hör' ich nichts, als dieſes Wort, welches vorher kein Menſch in meiner Nähe auszuſprechen gewagt haben würde; welches jetzt, nachdem ich es zuerſt in Gang gebracht, jedes Kind im Dorfe wiederholt. Nun ja, ich hielt mich für abgelebt, arbeitsmüde, lebensſatt, hielt mich für alt, in einem Anfall düſtrer Laune, die ich Ihnen verdankte, Baronin. Ich bekenn' es, mir war alles läſtig geworden, zuwider; auch meine nächſten, liebſten Umgebungen drückten mich; nur Unluſt empfand ich. Wohl denn, ich wähnte, das Alter ſei mit unwiderſtehlicher Gewalt über mich hereingebrochen, und es gäbe keine Rettung, als dieß einzugeſtehen; keinen Troſt, als den die freudig⸗eingreifende Jugend⸗ kraft meines Nachfolgers bringen ſollte, wenn ich dieſen ſchon jetzt in ſeine künftigen Rechte einſetzte. Er langte an, dieſer jugendliche Nachfolger, und war ſo abgetragen, ſo gelangweilt, ſo langweilig, ſo verdroſſen, ſo dorfſcheu, ſo alt, daß ich mich neben ihm raſch wieder ein Jüngling fühlte. Doch ich