Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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und der junge Gebieter von Eichenau das ungleiche Paar mit großen Augen ſchweigend betrachtete.

Es entging allen, ſogar der Baronin, daß Lo⸗ beſam der Tante Barbara gelegentlich einen bedeut⸗ ſamen Wink gab, worauf dieſe heftig der Baronin Hand drückte, daß dieſe laut ausrief:Was gibt's denn?

Kaltes Blut, Baronin! ſagte beruhigend die Aebtiſſin. Und weil ſich jetzt Graf Ulrich von ſeinem Seſſel erhob, feierlich auf die Stjernholm zuſchreitend, meinte dieſe, Barbara's Händedruck habe dem Be⸗ ginnen des alten Herrn gegolten, welches allerdings auf etwas wichtiges deutete. Doch auf das Wich⸗ tigſte waren ſie nicht gefaßt, als die Worte ertönten:

Baronin Stjernholm, ich bitte um Ihre müt⸗ terliche Einwilligung zu meiner Heirat mit Mathilden!

Hermann ſprang auf Mathilde ließ ihren Kopf hängen Tante Barbara theilte ihre Auf⸗ merkſamkeit zwiſchen beiden und die Baronin, eingedenk deſſen, was für dieſen äußerſten Fall ihr von der Aebtiſſin eingelernt worden, erwiederte ſpöttiſch: Wer hätte das in Stahlbrunn gedacht, Treuloſer?

Als ich in Stahlbrunn die Ehre hatte, Sie zu ſehen, war ich noch Majoratsherr. Jetzt bin ich ein