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Tetztes Kapitel.
Als Hermann ſich des Abends im Salon ein⸗ fand, fiel es der Baronin auf, mehr noch ſeiner Tante Barbara, daß über ihn ein Schatten von Melancho⸗ lie verbreitet ſei, der die wohlthätigſte Wirkung übte. Auch Mathilden entging es nicht. Es ſteigerte ihre Vorſicht im Benehmen gegen ihn; ſie wendete ſich ausſchließlich dem Vater zu, der nur für ſie Augen hatte, und ſich um die Uebrigen gar nicht beküm⸗ merte.
„Gräfin, heute ſteh' ich für nichts!“ flüſterte die Stjernholm;„ich zittre vor dem Momente, wo Er um ihre Hand bei mir anhalten wird.“
„Unbeſorgt,“ antwortete ebenſo leiſe die Tante; „dafür ſind wir da— und Hermann. Sehen Sie doch meinen Hermann genauer an: gleicht er nicht wieder ſich ſelbſt, wie ich ihn damals in die Reſidenz führte? Dore's Ankunft hat den Ausſchlag gegeben; ſie hat den Frühling aus der wahlauer Holzgaſſe mitgebracht. Jetzt bin ich meiner Sache gewiß; er liebt Mathilden; er iſt wieder jung geworden.“
„Aber Mathilde, Gräfin?“
„Geduld, Baronin!“— Und ſie flüſterten wei⸗ ter, während der alte Graf mit Mathilden flüſterte,
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