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eitle Verblendung müſſen ſo weit gehen, daß ſie uns von Brautſtand reden. Dann wird ſich ausweiſen, ob ich falſch geſehen? ob ich meinen Neffen und Ihre Tochter in dieſem ſeltſamſten Verhältniſſe falſch beurtheilt habe? Tritt das letztere an den Tag, ſo wären unſere Einmiſchungen ohnehin vergeblich ge⸗ weſen. Bewährt ſich das erſtere, nun dann iſt keine Beihilfe nöthig; ſie werden ſich ſchon ſelbſt helfen, davon bin ich überzeugt; und für den letzten Ter⸗ min bleibt uns der mühlhauſer Sukkurs. Folglich noch einmal, meine verzagte, ungeduldige Bundes⸗ genoſſin: nur Geduld und kaltes Blut! Ueberlaſſen wir das heiße der Jugend!“
An einem kalten Regentage, während die Aeb⸗ tiſſin gerade wieder im beſten Ermahnen war, ſtellte ſich Lobeſam ber den Damen ein, in ſeiner Eigen⸗ ſchaft als Vertrauter ihrer gerechten, von ihm ge⸗ theilten Wünſche, eine nicht unbedeutende Nachricht zu bringen. Denn er hielt es für keinen Treubruch an ſeinem angebeteten Herrn, wenn er nach Kräf⸗ ten dazu beitrug, die Annäherung des jungen Paares befördern und Seine Erzellenz an einer ſo ungleichen Verbindung verhindern zu helfen. Er mel⸗ dete, daß ſich im Schloſſe zwei Perſonen aus der Reſidenz eingefunden, welche darauf beſtünden, den


