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os verfahren wurde; beſonders, weil das in eine Zeit fiel, wo mannigfacher Kummer ihn bedrängte. Doch ſind jene trüben Empfindungen ſchon vergeſſen; und wären ſie es noch nicht geweſen, ſie müßten jetzt ſchwinden, wo Du in unſerm Hauſe Zuſlucht ſuchſt vor den Launen Deines Geſchickes. Ich heiße Dich willkommen, und ich bin überzeugt, daß ich mit dieſem Gruße nur meines Mannes Wünſchen zuvorkomme.“
Mathilde umſchlang voll Zärtlichkeit ihre gute Tante. Dann ergriff ſie der Mutter Hand und zog ſie an ihre Lippen. Tochter und Mutter betrachteten ſich nun,— eigentlich zum erſtenmale in ihrem Leben recht genau. Sie hatten ſich ja lange genug gar nicht, und in früherer Zeit immer nur flüchtig, auf den Raub geſehen. Die Stjernholm war ihrem
Kinde immer nur erſchienen— wie eben Erſchei⸗ nungen kommen, drohende, oder warnende, vor ir⸗ gendeinem wichtigen Ereigniß,— um dem Mäd⸗
chen anzukündigen, daß es ſeinen Aufenthalt wechſeln, daß es in eine andere Familie, endlich in ein In⸗ ſtitut gebracht werden ſolle. Bei ſolchen Zuſammen⸗ künften hatte der Mutter Sinn ſtets mehr auf Reiſen und großen Plänen geſtanden, als auf Mathildens Fortſchritten und Entwickelung. Dieſe jedoch hatte


