Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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mern, ſo ſteh' ich nicht dafür, daß ich an Herrn von Wahlen ſchreibe

An Wahlen? Was willſt Du ihm ſchreiben? Doch nicht, daß er mir Gelder vorſtrecken ſoll? Oder dergleichen? 4

Nein, das nicht. Nur, daß ich ſeine Hand annehme!

Deinem Herzen und Gefühl entgegen?

Meinem Herzen und Gefühl iſt auch entgegen, lieber Onkel, daß der Kummer wegen meiner Zukunft Dein Leben vergiftet. Es macht mich unglücklich, dieß zu denken; zu denken, daß meine Gegenwart Dir keinen Troſt mehr gewährt. Da iſt es ja beſſer, ich ſcheide und ſchließe ein Bündniß, wodurch Du der Angſt überhoben wirſt, daß ich dereinſt als Bettlerin zurückbleibe.

Jetzt miſchte ſich Frau Johanna ein:Soweit haſt Du unſer armes Tildchen endlich gebracht, Hanns, daß ein Verzweiflungsſchritt gethan werden ſoll? Nennſt Du das auch einen Fortſchritt? Ich bitte Dich, Mann, mache Dir nicht unnütze Nöthe für die Zeit, die noch nicht da iſt. Mache Dir's nicht ſchwer, und uns auch nicht. Es iſt ein rechtes Leiden mit Euch, Ihr Herren aus ſtarkem Geſchlechte! Wo's um Leben und Tod geht, auf dem Schlachtfeld, in Kampf