Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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haben wir gehabt; jetzt muß noch ein gewaltiger Sturmwind Haus und Hof daniederreißen, und wenn dann die See nicht austritt, uns abzuholen, ſo thun wir am beſten, ihr entgegenzugehen.

Das wäre zwar ein Fortſchritt, Onkelchen; aber nicht zum Guten. Ein erfahrener Landwirth wie Du, muß ja gefaßt ſein auf ſolche Ereigniſſe. Wer wird mit dem Himmel rechten? Du haſt's ge⸗ wiß in frühern Zeiten nie gethan! Sollt' ich denken, daß die Sorge für mich daran Schuld wäre, mir bliebe ja endlich nichts übrig, als dieſe Sorge von Dir zu nehmen?

Willſt Du etwa allein ins Waſſer ſpringen? fragte er ängſtlich;oder willſt Du was vielleicht ebenſo ſchlimm wäre, Deine Frau Mutter aufſuchen?

Keins von beiden, Onkel Hanns: Eins wäre ſündlich, außerdem daß ich auch nicht die geringſte Luſt dazu habe! Das Andere wäre voreilig, um es nachſichtig zu bezeichnen; denn hätte meine Mut⸗ ter ihre Tochter bei ſich zu haben gewünſcht, ſo würde ſie mich nicht von ſich gewieſen haben. Beides könnte ja auch nichts beitragen, Dir Deine Laſt leichter zu machen; im Gegentheil. Doch ein drittes bleibt übrig. Und wenn Du fortfährſt, muthlos zu jam⸗

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