Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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dieſer Gelegenheit ſeine Schweſter bedachte, ſehr zu Herzen genommen. Jedes gegen ihre Mutter ge⸗ richtete Wort kränkte Mathilden; vielleicht umſo ſchmerzlicher, weil ihr ſo wenig Mittel geboten waren die Angeklagte mit Erfolg zu vertheidigen.

Vergebens bemüheten ſich die Nachbarn, den hochgeachteten Schmalkow durch geſellige Zuvorkom⸗ menheit zu zerſtreuen, Er zog ſich von ihnen zurück und ſprach mürriſch genug aus, man möge ihn in Ruhe laſſen, bis er die Unglücksſälle, die ihn betroffen, verwunden habe.

Da war es denn recht öde und unbehaglich in dem ſonſt ſo traulichen Mühlhaus.Es iſt mir nicht um mich, und auch nicht um meine Alte, verſicherte Baron Schmalkow;wir werden nicht erhungern, und zu einem Stücke Brot wird immer noch genug wachſen, ſollte auch drei Jahre lang kein Schnee fallen, und das Getreide noch dreimal zugrunde gehen! ˙s iſt mir nur um unſere Mathilde. Was bleibt denn der übrig nach meinem Tode, wenn ich als Bettler ſterbe? Daß ſie von ihrer Mutter nichts erbt, dafür ſorgt Frau Freiin Stjernholm⸗Schmalkow. Auf mich war das Kind angewieſen. Und ich komme ſo ſchmählich zurück! Wird noch ſchlimmer werden. Wo kein Fort⸗ ſchritt ſtattfindet, geht es zurück. Feuer und Froſt

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