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„Ah, dann hatte man mich falſch berichtet,“ ſtotterte Heide, und verneigte ſich gegen die Mietherin der glasſchleiferiſchen Bel⸗Etage mit jener wilden Unterwürfigkeit, die ihm ſchon ſo viele Weiberherzen gewonnen.
Die Baronin ſprach noch nicht. Sie ſah, daß Graf Ulrich noch etwas auf der Zunge hatte, und wollte ihm darin nicht hinderlich werden. Jetzt war der kritiſche Moment eingetreten für Eichenau und deſſen Gebieter. Fuhr dieſer fort:„Graf Heide, meine Braut wird erlauben, daß ich Sie ihr vorſtelle!“ dann galt das ſo viel, als hätte der Juſtizrath, bei⸗ der Rechtsfreund in der Reſidenz, die Ehepakten ſchon zur Unterſchrift vorgelegt. Auch täuſchte ſich die Ba⸗ ronin nicht; Eichengrün ſtand im Begriffe, auf ſolche Weiſe den Knoten zu zerhauen; und er hätte es be⸗ ſtimmt gethan, jedem Andern gegenüber. Nur dem nicht, deſſen ſpöttiſchen Glückwunſch er fürchtete. Graf Heide ſah, von der ſchnellen Fahrt erhitzt, von dem überraſchenden Anblick der Baronin erregt, ſo friſch, ſo jung, ſo blühend aus, muſterte das vor ihm ſitzende Paar ſo keck herausfordernd, daß der Heiratsluſtige ihn im Geiſte ſchon von ‚ſechszig Jahren reden hörte, und deßhalb nichts weiter ſagte.
Wie erſt die Baronin darüber hinaus war, und


