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kunft mit Ungewißheit geendet, wie ſie begann, wäre nicht hier auch die vermittelnde Gewalt ewiger Ge⸗ ſchicke eingetreten, die wir immer und überall wahr⸗ nehmen würden, bliebe ihr wunderbares doch folge⸗ rechtes Wirken menſchlichen Augen nicht meiſt ver⸗ borgen. Denn durchſchaueten wir, wie alles in ewiger Gliederung zuſammenhängt, das läſterliche Wort: ‚Zufalle wäre längſt aus dem Wörterbuch gutgeſinnter, an einen Gott glaubender Menſchen geſtrichen! Gebt Euch nur aufrichtige, redliche Mühe, — doch ſonder Schonung für Eure eigenen lieb⸗ werthen Perſönlichkeiten und für Eure hochweiſe Zuverſicht!— Eure Schickſale bis zum erſten Ur⸗ ſprung genau zu verfolgen, und Ihr werdet, Hundert gegen Eins, entdecken, daß Gutes und Uebles, Glück und Unglück Euer Werk war! Werdet eingeſtehen müſſen: mir iſt kein Leid geſchehen, ohne meine Schuld, ich habe keine Freude gehabt, ohne ſie einer edlen Regung zu verdanken. Denn kam die Freude auf anderm Wege, ſo war es keine reine Freude, ſie ſchlug in Kummer um. Und kam der Kummer gänzlich unverſchuldet, ſo löſete er ſich über kurz oder lang in Segen auf. Wer dieſe Wahrheit noch nicht fand, dem mangelte der Muth ſie zu ſuchen.
Hätte der Graf die arme Paſtorin nicht auf ſo


