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dern ſich im Schloſſe, wo ich heute auf einmal her⸗ falle wie vom Himmel herab? Sie haben ganz Recht. Es gibt gar keinen Grund, gar keinen andern, Wies⸗ ner, als weil ich es nicht mehr in mich verſchließen konnte, weil ich das Bedürfniß fühlte, einem Men⸗ ſchen, einem lebendigen Weſen mitzutheilen, was mich ſo tief betrübt. Ich ſann und ſann, bis ich zuletzt bei Dir ſtehen blieb. Du warſt der treue Hüter meines erſten, ſchmerzhaften Geheimniſſes; haſt es nur ihm enthüllt, von dem Du wähnteſt, daß er ſich niemals von mir wenden könne. So empfange nun auch das letzte Geheimniß dieſes alten einſamen Lebens, vielleicht noch ſchmerzhafter als jenes erſte war. Denn die Trennung von meinem Geliebten galt für ein Opfer; ich verlor und ge⸗ wann, ich gab und nahm, ich ſchied mich von ihm, und blieb doch die Seinige. Hier iſt's nicht ſo. Hier ſagte er ſich los von mir, der mir alles war, der mir noch alles iſt, den ich liebe mit einer höhe⸗ ren, reineren, eben darum mächtigeren Liebe, als ich damals den Fürſten geliebt. Was hat denn die alte Jungfrau, der kein Kind zur Seite ſteht, was hat ſie denn, um die Tiefe ihrer Seele auszufüllen, als ein Kind ihrer Wahl? Und fügt es ſich ſo glück⸗ lich, daß dieſe Wahl auf den leiblichen Enkel einer


