Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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die Luft zu athmen, die ſo rein und himmliſch von unſern Bergen in dieß geſegnete Thal weht; daß es ihn nicht einmal hinzog zu dem Orte, wo ſeine Mutter ruht, wo ſeine Wiege ſtand, wo er als Knabe mit den Knaben des Dorfes ſpielte und von allen vergöttert wurde, weil er ſie behandelte, wie wenn er nicht aus dem gräflichen Schloſſe, wie wenn er aus einer ihrer Hütten ſtammte; daß er nicht einmal nach Friedhain ſchrieb: ich bin dann und wann in Eichenau; Tante Barbara, ſei auch da! Nein, Wiesner, der iſt nicht mehr unſer, iſt nicht mehr mein Hermannz; ſie haben dort einen Andern aus ihm gemacht. Und ich darf's nicht ſagen, ich darf's nicht klagen; ich darf meinem Bruder nicht zeigen, wie mir der neue Hermann fremd und unheimlich iſt; denn ich bin ja Schuld, daß es ſo kam! Ich hab's ja herbeigeführt, ich thörichtes altes Menſchenkind! Gedachte es ja Wunder wie weiſe und gut zu ma⸗ chen und habe ihn ſelbſt dahin geliefert, wo ſie ihm ſein liebes, mildes, ſtürmiſches, unkluges Herz her⸗ ausgenommen und umgetauſcht haben gegen ein glattes, kaltes, künſtliches Uhrwerk. Wem ſoll ich denn ſonſt vorjammern, außer Dir, der Du mich kennſt und ihn, und uns beiden anhängſt, und weißt, was ich ihm war, und ach, was er mir! Sie wun⸗