Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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tritt in die Rechte des Majoratsherrn! Vielleicht ſehr bald.

Wiesner wollte ein zweitesmal in Entzücken ausbrechen. Doch ſein beſſeres Gefühl gebot ihm alſogleich Mäßigung und belehrte ihn, daß es ſünd⸗ lich ſei über das Ableben eines Menſchen zu ju⸗ beln, den er zwar nie liebgehabt, der darum doch der älteſte Sohn ſeines Herrn, der geborene Erbe von Eichenau war. Er begnügte ſich folglich mit der Aeußerung,der ewige Lenker der Welten müſſe doch in Seiner Allwiſſenheit für gut befinden, daß ein ſo großer Beſitz nicht in die Hände eines Herrn ge⸗ lange, der bei aller Ehxerbietung für Grafen Theodor geredet, nie gezeigt habe, daß er ein gutes Herz und eine liebevolle Geſinnung für die ‚kleinen Leute in der Bruſt trage. Aber unſer Her⸗ mann, ja, der iſt berufen und auserwählt den jetzi⸗ gen Grafen zu erſetzen. Der wird die Wirthſchaft mit Leib und Seele führen, wie ſein Papa; der wird auch denken: ‚leben und leben laſſen. Der hängt an Eichenau, ſo feſt, ſo feſt...

Daß er durch zwei Jahre, denn von der erſten Epoche ſeines Aufenthaltes in der Reſidenz will ich nicht ſprechen, daß er durch zwei volle Jahre keinen Antrieb fühlte, auch nur eine Stunde lang