Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Herr würd' ihn mitbringen, da er im vergangenen Jahre nach der Refidenz reiſete. Ich ſprach aber gleich zu meinem Gottlieb: Laßt Euch nicht auslachen! Ehe nicht die Tante hier iſt, gibt es auch keinen Her⸗ mann. Nun haben wir die Tante, nun wird auch der Hermann nicht ausbleiben!

Wie lange war er nicht hier? Haſt Du's ihm ebenſo nachgerechnet wie mir?

Was werd' ich nicht! Drei Wochen höchſtens nach Ihnen iſt er abgereiſet, das wird der ganze Unterſchied ſein. War das damals ſchön, wie er nur noch beim Papa blieb, bis ein Brief anlangte, der ihn abriefe, der Tante nach; und wie er tagtäglich zu mir kroch, ich mochte ſtecken, wo ich wollte, und ſchwatzte in einem Athem mit mir von unſerer Hei⸗ ligen, von unſerer friedhainer Gräfin. Er trennte ſich wohl ſchwer von Eichenau. ‚Hätt' ich's ihr nicht verſprochen! rief er immer aus, ‚wer weiß, was noch geſchähe?

Und ſeitdem ſind drei Jahre vergangen, und in dieſer langen Friſt hat es ihn nicht getrieben, nur auf ein paar Tage ſein geliebtes Eichenau zu ſehen? Was hielt ihn denn zurück? Ich nicht, wie Du weißt, denn ich lebe ja in Friedhain und habe