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Schöpfer, der ſich immer freut, wo ſeine Geſchöpfe anderen Geſchöpfen Pflege und Sorgfalt angedeihen laſſen, mögen die Pfleglinge Menſchen, Thiere, oder Bäume ſein. Und zuletzt für Dich, mein Freund! Für Dich ſelbſt! Für Dein Bewußtſein, für Dein Pflichtgefühl, für Dein eigenes Bedürfniß, folglich für Dein Glück. Ich hab' Dich recht gern, aber ich kann's nicht leiden, wenn Du ſo dumm biſt.“
„Das kommt vom Alleinſein, Tante Barbara. Seitdem Sie mir das Mikroſkop geſchenkt haben, red' ich ſchier mit keinem lebendigen Menſchen, als etwa mit dem Gottlieb. Auch mit dem nur, was ſein muß.“
„Jetzt bin ich hier, und will Dich ein Bißchen aufrappeln; will Deine Zunge wieder in Gang brin⸗ gen. Du darfſt mir nicht gar menſchenſcheu werden. Das iſt auch nichts.“
„Aber wie Sie munter und fir ſind, Frau Grä⸗ fin, das iſt ja eine reine Pracht; wie Sie aus Ihren zwei beiden Augen herausgucken! Nicht ſattſehen kann ich mich daran. Nun kriegen wir doch auch unſern lieben Hermann wieder einmal nach Eichenau!? Ach ſicher! Der Hermann wird nicht wegbleiben, weiß er ſeine Tante Barbara bei uns! Die Leute im Schloſſe verſpitzten ſich wohl drauf, der Erzellenz⸗


