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der lange nicht geöffneten Seitenthür, deren im An⸗ fang dieſer Geſchichte Wiesner gegen Hermann Er⸗ wähnung gethan, und Gräfin Eichengrün betrat den kleinen duftigen Zauberwald ihrer Jugend, ihrer Liebe, ihrer Entſagung.
Wiesner ging ihr entgegen. Reden konnte er nicht. Mit erſtickter Stimme ſchluchzte er nur:„Ueber drei Jahre iſt es her, über drei Jahrela...
Sie führte ihn aus dem dunklen Hintergrunde an des Tages Licht, dann betrachtete ſie aufmerkſam den alten Liebling, klopfte ihn auf die noch immer friſchgeröthete Wange und ſagte zufrieden:„Hältſt Dich noch wacker, biſt noch auf den Beinen, immer thätig, alles in Ordnung, wie ich ſehe!“
„Für wen, Tante?“ fragte er.„Erzellenz küm⸗ mert ſich nicht viel um meine Pflanzungen und Wälder, hat draußen genug im weiten, großen zu thun. Und Tante Barbara kommt nicht, danachzu⸗ ſchauen, mich zu tadeln, zu loben wie einſtmals. Für wen?“
„Sei nicht dumm, Wiesner. Für wen? Für die Gewächſe, die da leben, athmen, duften, blühen zu des Schöpfers Ehren, und auch ihr Theilchen Luſt in ihren Seelen fühlen, daß ſie da ſind, wenn wir ſchon nicht begreifen, wo es ihnen ſitzt? Für den


