Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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ſeinem Gaſtzimmerchen in der wahlauer Holzgaſſe hinauf. Er verhehlte ſich's nicht, daß er dadurch ein Wort breche, welches er mit ſeinem Briefe in Tante Barbara's Hände wie ein Gelübde gelegt. Er verhehlte ſich's nicht, und dennoch that er's. In ſeiner Bruſt kochte etwas wie Groll gegen alle Men⸗ ſchen; auch Groll gegen die geliebte Abbatiſſin, ja ſogar gegen Mathilden! Wenigſtens zürnte er vor ſich hin:Warum ſollt' ich ſie ſchonen? auf ſie Rückſicht nehmen? Hat ſie Rückſichten für mich ge⸗ habt? Hat ſie mich durch Entgegenkommen, durch Vertrauen verpflichtet? Sie hat mich nur von der Seite angeſchielt, wie das Lamm den Wolf. Nun gut, ſo verſuche denn der Wolf, ob er Schäferinnen und klaffende Hunde überliſten, ob er eindringen kann? Ich attaquire!

Nein, ich ſage doch, ſo'was muß auch noch paſſiren! Mit dieſer Ausrufung, der es nicht ab⸗ zumerken war, ob ſie Freude oder Schreck athmete, empfing Dore ihren Miether, den ſie ſo lange nicht geſehen; und die Puſelmeyer ſagte erſt ‚herein, als der ‚Leutnante ſchon bei ihnen am Tiſche ſtand. Mutter und Tochter hatten ſich nämlich mit ihren Wäſchpräparaten ‚nach vorne⸗ gezogen, weil ja der Herr Graf doch keinen Gebrauch von der ‚Piece: nicht machten; und wenn der Burſche nicht ‚jeden 1857. XIV. Noblesse oblige. I. 20