Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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alte Jungfer, hat keinen Mann bekommen... v ihr dummen Leute, ich könnte euch mehr von ihr er⸗ zählen, daß euch die Augen übergingen! Doch ihr ſeid's nicht werth; ihr ſeid zu abgeſchmackt, zu al⸗ bern. Dem Grafen Hermann will ich's mittheilen. Der iſt ihr Liebling; der ſoll ſie recht kennen lernen Nein, ins Grab nehm' ich mein Geheimniß nicht mit.

Dann kroch er in ſein kleines Stübchen, wel⸗ ches auf der Mittagſeite des Schloſſes zwiſchen Glas⸗ häuſern eingeklemmt lag, wie ein Vogelneſt zwiſchen den Aeſten eines blühenden Orangenbaumes. Der Greis hatte es ſchon vor dem Ableben ſeiner Frau, die in der Nachbarſchaft bei Verwandten Unterkunft fand, bewohnen zu dürfen gebeten und zwar ganz allein; es war ganz eigens aus einer Rumpelkam⸗ mer für Gartengeräth zu einem Aufenthalte für ihn umgeändert und eingerichtet worden. Er brauchte keine Bedienung, ſchlief auf hartem Lager, holte ſich ſeine Mahlzeiten aus der gräflichen Kuche und dul⸗ dete ſogar den Gartenburſchen nicht um ſich. Er wollte allein ſein, meinte er, auf ſeine alten Tage, hätte ſich lange genug mit den Menſchen herummar⸗ tern müſſen, und wär' ihrer überdrüſſig, beſonders der Frauenzimmer, jedoch mit Ausnahme von Gräfin Barbara. Seine eigene Ehe war höchſt unglücklich

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